Münster 2010

Bereits zum 10. Mal gab es ein Treffen von Psychologierstudierenden, das wie immer zum Austausch, Diskurs, aber natürlich auch zum Kennenlernen genutzt wurde. Es kamen Vertreter von 25 Fachschaften aus ganz Deutschland um sich aktuellen Problemen zu widmen.

Themen waren diesmal:

  • Zukunft der PsyFaKo: Satzungsänderungen und Vereinsgründung?
  • Der Klassiker: Bachelor/Master
  • Kommunikation: Vernetzung und Wissenstransfer
  • Protest: Bildungsstreik und PsyFaKo
  • Weitere Forderungen: Psychotherapeutenausbildung

Hier ist Link zur Fachschaft Münster

Hier gehts zum Protokoll

Bericht

Zukunft der PsyFaKo: Satzungsänderungen und Vereinsgründug?

Für eine Konferenz ist es wichtig zu überlegen, wie die weiteren Konferenzen gestaltet werden sollten. Dabei gab es verschiedene Satzungsänderungen, die teils den Verlauf der PsyFaKo vereinfachen sollen oder aber aus formellen Gründen verabschiedet werden mussten. Über die aktuelle Satzung kann man sich auf der Hompage informieren.
Darüber hinaus gab es Überlegungen, die PsyFaKo als eingetragenen Verein zu organisieren, was zwar einigen Aufwand bedeutet, aber für die
Meinungsvertretung und Transparenz der PsyFaKo einige Vorteile bietet. Weiterhin wurden Handlungsleitlinien erstellt, mit deren Hilfe der
Konferenzrat (KonRat) zwischen den Konferenzen die Interessen
der PsyFaKo vertreten kann. Zudem könnten vom KonRat beauftragte Arbeitsgruppen einen Einblick in die Aufgaben des Rates bekommen und diesen entlasten.

Der Klassiker: Bachelor/Master

Seit der Initiierung des Bachelors und Masters in Deutschland beschäftigen sich auch die Vertreterinnen und Vertreter der Psychologiestudierenden auf der PsyFaKo mit diesem Thema. Dieses Mal beschäftigten sich sogar vier Kleingruppen mit vielen Aspekten dieser immer noch stark diskusionsbedürftigen Thematik. So besprach eine Gruppe die verschiedene Handhabung der neuen Bachelorprüfungen, eine andere befasste sich mit den Studienordnungen und der Struktur des Bachleors, eine weitere mit der Planung des Master und eine letzte mit dem wichitgen Thema Berufsperspektiven des Bachelorabschlusses. Dabei ergaben neben allgemeinen Erfahrungsaustausch, der in den Protokollen auf der Homepage nachlesbar und auch in den dort einzusehenden Hochschulprofilen und
Studienplänen nachvollziehbar ist, folgende Ergebnisse: Die PsyFaKo fordert einstimmig über alle Fachschaften hinweg, dass jeder
Bachelorabsolventen der Psychologie einen Anspruch auf einen Master haben sollte. Darüber hinaus wurden die Forderungen beschlossen, dass die Zulassungs- und Bewerbungungsfristen zum Studium an den Universitäten möglichst vereinheitlicht werden sollten und bei der Masterplatzvergabe eine systematische Benachteiligung auswärtiger Studierender vermieden werden muss. Über die Chancen, Gestaltung und Möglichkeiten eines berufsbefähigenden Bachelors wurde zwar viel diskutiert, aber es konnte kein Konsens gefunden werden. Die
Berufsperspektiven scheinen immer noch unklar zu sein.

Kommunikation: Vernetzung und Wissenstransfer

Die PsyFaKo dient auch immer dem Erfahrungsaustausch in der Fachschaftsarbeit. Schwerpunkt war bisher neben anderen immer der Generationenwechsel von Fachschaftlern und die damit verbundenen Probleme. Ideen wie Partys, Einführungsveranstaltung, persönliche Orientierungshilfen, sowie eine unterstützende und offene Atmosphäre in den Fachschaften scheinen hierbei vielversprechend zu sein. Die meisten Fachschaften protokollieren zudem in irgendeiner Form ihre Erfahrungen um ihr Wissen der nächsten Generation FachschaftlerInnen zugänglich zu machen. Aber nicht nur die fachschaftsinterne sondern auch die externe Kommunikation mit anderen Fachschaften war ein Thema auf der PsyFaKo. In der Gruppe wurde festgestellt, dass man schon online über verschiedene Interaktionsmedien, wie unserer Website, verfügt und es konnten konkrete Vorschläge gemacht werden, wie man diese Medien noch besser nutzen kann. Besonders sind alle Fachschaften dazu aufgerufen, sich aktiv an unserem Forum zu beteiligen, indem sie sich regelmäßig über dortige Themen informieren. Die Kleingruppen beschäftigten sich zudem mit Möglichkeiten, psychologisches Fachwissen weiter zu verbreiten und wissenschaftliches Schreiben zu üben. Dabei wurde die Möglichkeiten eines studentischen Fachjournals für Psychologie genauer erörtert. Zusätzlich will die BV, die Studierendenorganisation des Berufsverbands deutscher Psychologen, das Angebot von Orientierungstagen eröffnen. Bei diesen Tagen können dann Fachschaften mit der BV zusammen Vorträge von im Beruf efindlichen Experten organisieren. Genaueres zu all diesen Themen gibt es wieder in den Protokollen.

Protest:Bildungsstreik und PsyFaKo

Auch der im letzten Jahr weiterhin stattfindende Bildungsstreik wurde auf der letzten PsyFaKo in Münster diskutiert. Der Erfahrungsaustausch für die einzelnen Hochschulen und die Auseinandersetzung der Kleingruppe mit allgemeinen Werten und Idealen im Bereich Bildung und Bildungspolitik kann man auf der Homepage nachlesen. Dabei ging es unter anderem auch um die studentische Mitbestimmung in Gremien und die Entwicklung von Erwartungen der Studierenden an die Hochschulen. Generell unterstützt die PsyFaKo hinsichtlich des Bildungsstreiks die Erklärung des BV zu
diesem Thema. Diese kann man über den Link  http://www.psyfako.de/index.php?article_id=101 nachlesen.

Weitere Forderungen: Psychotherapeutenausbildung

Von großem Interesse ist auch immer das Thema Psychotherapeutenausbildung und die dafür bestehenden rechtlichen Vorraussetzungen. So informierten Sprecher der PiA eine Kleingruppe über den jetztigen Stand der Dinge, was im Protokoll der Kleingruppe genau
verfolgt werden kann. Bei der Diskussion ergaben sich aber auch neue Sichtweisen auf die Thematik, so dass eindeutige Forderungen der PsyFaKo immer noch zur Disposition stehen. Diskutiert wurden bei der Thematik vor allem Ausbildungsvorraussetzungen zur Therapieausbildung, auch hinsichtlich der verschiedenen Ausbildungen von Kinder- und Jugend- und klassischen Psychotherapie, und die Inhalte der Psychotherapieausbildung selbst.


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